MEIN  SEPTEMBER-GEDICHT 
 




   


KLIMA IM DOM 

(Dritte Fassung)

 

 

 

Die Sommerhitze landet spät im Dom.

Sie kommt dort als Oktoberwärme an,

wogegen es zur Winterszeit 

im Chorgestühl sehr mild sein kann.

Was täuscht uns da?

Die schwache Glut des Tabernakelschreins?

Das Fröstelklima vor`m Portal?

Die bunte Hitze dort? Die blasse Kühle hier?

An welchem Ort erscheint dem Volk 

die Wirklichkeit?

Das Drinnen zählt nicht mehr, sind wir erst 

draußen und umgekehrt.

Es macht sich Zögern und Besorgnis breit.

Die Sündenstrafen? Ausgesetzt!

Das Feeling –wie beim Jetlag- zeitversetzt.

 

Sankt Celsius ist nicht sehr glücklich.

Und die Enzykliken sind antizyklisch.